Die Gilde der Schwarzen Magier

Heute möchte ich über die Trilogie "Die Gilde der schwarzen Magier" schreiben.

Ich habe, bevor ich angefangen habe zu lesen, sehr viel positives über diese Bücher gelesen und war demnach auch sehr gespannt darauf wie diese nun wirklich sind.

Die Trilogie besteht aus folgenden Büchern:
  • Die Rebellin
  • Die Novizin
  • Die Meisterin
Diese Bücher waren meine ersten von Trudi Canavan. Von daher kannte ich auch nicht ihren Schreibstiel oder ähnliches.


Zusammenfassung der Geschichte:

Die Geschichte dreht sich um Sonea, einem jungen Mädchen aus den sogenannten Hüttenviertel der Stadt Imardin. Dieses Mädchen entdeckt magisches Potential in sich. Sie ist also fähig dazu eine Zauberin zu werden. Leider gibt es da ein kleines Problem. Seit einem Krieg der sogenannten "verbündeten Länder" gegen Sachaka ist es nur erlaubt Magier zu sein wenn man gleichzeitig Mitglied in der Gilde der Magier ist, ein zusammenschluss aller Magier um neue auszubilden und im Land für frieden zu sorgen. Da Sonea aber aus den Hüttenvierteln, den Bettlern und Tagelöhner der Stadt, kommt will sie auf keinen Fall etwas mit dieser Gilde und den "oberen" Schichten der Stadt zu tun haben. Die Verfolgung Soneas von der Gilde bestimmt den Ablauf des ersten Bandes. Wie der Titel der anderen beiden Bücher aber schon verrät, ist diese Verfolgung nicht ewig und Sonea wird Mitglied in der Gilde und sieht sich noch ganz anderen Herausforderungen entgegen.

Die Welt:

Die mittelalterliche Welt ist komplett mit Magie durchzogen. Diese Magie ist aber gleichzeitig das einzige ungewöhnliche in der Welt. Wer nach magischen Wesen wie Trolle, Kobolde oder dergleichen sucht wird wohl in diesen Büchern nicht fündig. Aber es existieren Magier und magische Artefakte oder Bauwerke. 

In der Geschichte durchqueren die Personen die verschiedensten Landschaften wie Wüsten, Wälder oder Gebirgen und Canavan versteht es sehr gut den Leser in diese Landschaften eintauchen zu lassen. So beschreibt sie auch gerne, wie Gebäude mithilfe von Magie gebaut werden um die verschiedensten Kunstwerke in einem Gebäude. Eine für mich sehr schöne Darstellung wurde zum Beispiel bei der großen Gildenhalle zugeteilt. Welche ein Gebäude in einem Gebäude ist. Hier möchte ich aber noch nicht zu viel verraten. 

Der Hauptteil der Geschichte spielt in Imardin. Hier herscht eine Drei-Klassen Gesellschaft. Ganz unten stehen die Bewohner der Hüttenviertel. Diese bestehen zumeist aus Bettlern oder Tagelöhnern. Ebenfalls sind die Gesellschaft der Diebe hier ansässig. Die nächste Schicht bilden die Handwerker und Händler der Stadt. Am oberster Stelle stehen neben dem König die Adligen und die Magier. 

Von den anderen Ländern Elyne, Lan, Lonmar und Vin erfährt man zunächst recht wenig. Erst als sich Dannyle als Botschafter auf den Weg macht um die Geheimnisse von schwarzer Magie zu erkundigen werden einem diese auch ausführlicher vorgestellt. 

Das Feindesland Sachaka wird erst im dritten Teil richtig aufgegriffen und auch hier wird man nicht viel mehr als über die verwüstete Landschaft gleich an der Grenze lesen.

Personen und Gruppen:


Sonea:

Und so kommen wir zu der Person, um die es in diesen Büchern geht. Sonea stammt nicht aus einen dieser reichen Familien, ganz im gegenteil. Sie stammt aus den Hüttenvierteln von Imardin. Sie ist ein junges Mädchen und lebt mit ihrer Tante und Onkel zusammen. Sie hat, wie so ziemlich alle Bewohner aus den Hüttenvierteln, einen großen Hass auf dem König und die Häuser von Imardin. Auch ist der Hass auf die Magier sehr groß, da diese nur aus den reichen Häusern kommen, auf die Befehle des Königs hören und an Aktion wie der "Säuberung" teil nehmen und mit ihrer Macht nicht den Leuten aus den Hüttenvierteln helfen.
Sie selbst lebt an Anfang der Geschichte aber nicht mehr in den Hüttenvierteln, sondern wie gesagt mit ihrer Tante und ihren Onkel bei den Handwerkern und Tagelöhnen in einem Bleibehaus in dem inneren der Stadt.
Von der Persönlichkeit her empfinde ich Sonea als impulsives aber auch sehr schlaues Mädchen. Sie kämpft sich Tapfer durch ihr Schicksal und versucht jeweils das beste aus der momentanen Situation zu machen. Aber sie kommt auch öfter an ihre Grenzen und man merkt dann, wie sie mit sich selber und ihren Entscheidungen in Konflikt steht. Sie ist zu ihren Freunden sehr treu und auch zu ihrer Tante und Onkel (obwohl sie sich auch ein paar mal über ihre Tante aufregt) hegt sie sehr starke Gefühle und will die Personen, die ihr wichtig sind, immer beschützen.

Ceryni:

Ceryni ist ein guter Freund von Sonea. Diese beiden sind schon seit der Kindheit befreundet. Da er und ein paar andere aber oft mit dem König und Magiern rebellieren, wollte ihre Tante nicht, dass Sonea noch viel mit ihm zu tun hatte.
Am Anfang der Geschichte noch eine Nebenrolle wächst er mit seinen Aufgaben und hilft wo er nur helfen kann.
Ceryni ist ein aufgeweckter Kerl der immer ein paar Tricks im Ärmel hat. Er  hat schon als kleines Kind gelernt wie man Schlösser knacken kann und findet auch einige male Verwendung für diese Künste. Obwohl er von der Statue eher nicht den Eindruck nach einem starken Kämpfer macht, ist er trotzdem nicht zu unterschätzen und legt so einige Gegner um. Zu Sonea hat er ein besonderes Verhältnis. Er würde für ihr sein Leben opfern und er hat es sich zur Aufgabe gemacht sie zu beschützen.

Rothen:

Rothen ist ein Magier der Gilde. Er ist im mittleren Alter und lebt schon länger in der Gilde. Hier ist er als Lehrer tätig. Er ist der ehemalige Mentor von Dannyle. Er und Dannyle bekommen die Aufgabe Sonea zum Beitritt der Gilde zu überreden (dies erweist sich aber als keine leichte Aufgabe).
Als Person erscheint Rothen als ein sehr ruhiger und intelligenter Mann. Er wirkt als Persönlichkeit als eine Person, die nie wirklich sauer auf seine Schützlinge sein kann. Die Aufgabe als Mentor übernimmt er sehr liebevoll und scheint gerade mit schwierigen Charakteren sehr gut zurecht zu kommen. So hat er Dannyle (der drauf und dran war wegen böser Gerüchte alles aufzugeben) überredet weiter zu machen und hat sich persönlich ihn angenommen. Wenn man die Buchtitel liest, lässt sich ja schon erahnen, dass Sonea der Gilde bei tritt und so wird auch hier Rothen zum Mentor und kümmert sich wie ein Vater um sie. Rothen macht, neben Sonea, im Buch die meiner Meinung nach beeindruckenste Veränderung durch. Dazu aber später mehr.

Dannyle:

Wie oben schon beschrieben war Dannyle der Novize von Rothen und damit mittlerweile ein ausgebildeter Magier der Gilde. Dannyle hatte schon viel mit gemacht in der Gilde. In seiner Zeit als Novize wurde er bösen Anschuldigungen ausgesetzt wodurch er von einem Musterschüler zu einen "Sonderfall" wurde. Er war drauf und dran alles aufzugeben und nur durch die Hilfe von Rothen ist er zum Magier geworden. Es wäre auch sehr schade gewesen, wenn diese Figur es nicht zum Magier geschafft hätten. Denn durch sein Interesse an den neuesten Klatsch und Tratsch findet er nicht nur viele nützliche Dinge raus, sondern bringt auch oft genug lustige Spitzen. Besonders die gegen seinen Erzfeind Fergun sind sehr amüsant. Er versteht es die Leute zu umgarnen und so viele Informationen zu bekommen. Gerade diese Fähigkeit hat ihn zu einen meiner Lieblings Charakteren gemacht. Es macht Spaß ihn dabei zuzusehen wenn er andere Leute umgarnt oder austrickst ohne das die das überhaupt mitbekommen. Auch sonst ist er ein lustiger Charakter, der trotz der vielen ernsten Themen im Buch, immer wieder für lustige Momente sorgt. Wer jetzt aber denkt er wäre nur ein Clown, der liegt gewaltig falsch. Er hat eine Begabung sich sehr politisch zu verhalten und so einige Situationen zu entschärfen oder für hilfreiche Manöver zu sorgen um Probleme zu lösen.

Akkarin:

Das Oberhaupt der Magier. Eine Person, die gerade im ersten Band noch sehr mysteriös und unheilvoll wirkt. Auch wenn man in den anderen beiden Bänden mehr von ihm erfährt, so hat man den Eindruck, dass man über das ganze Buch auch nie so wirklich weiß, woran man bei ihm ist. Trudi Canavan versteht es auch ihn immer schön Geheimnisvoll zu gestalten und je mehr man von ihm erfährt, so denkt man, stellen sich doch mehr fragen.
Im ersten Buch tritt er noch nicht wirklich viel in Erscheinung. Man merkt aber schon da, dass viele andere Magier angst vor ihm haben und das er eine sehr einschüchternde Persönlichkeit hat. Ihm umgarnt immer eine dunkle Aura und so hat auch Sonea kein gutes Gefühl bei ihm. Auch beim Leser (zumindest ging es mir so) kam Akkarin immer sehr gefährlich vor und es hat mich immer wieder überrascht was für Wendungen es in Bezug auf diese Figur gab.

Lorlen:

Lorlen, der Administrator der Gilde und damit zweit wichtigster Magier, ist der beste Freund von Akkarin. Er ist auch der einzige, der keine wirklich Angst vor ihm hat (auch wenn Lorlen ihn sehr wohl respektiert). Lorlen hat meiner Meinung nach ein wenig was von Rothen. Wesentlich viel mehr kann ich aber gar nicht zu der Person sagen. In ihrer Position ist sie natürlich sehr wichtig und man erfährt über ihn und seine Geschichten aus der Kindheit auch einige Dinge über Akkarin. Er ist sehr mit der Leitung der Gilde beschäftigt und kann da auch sehr überzeugen. Er versucht alle Mitglieder der Gilde zu schützen und für jeden da zu sein und zu helfen, auch für Sonea. Aber das passiert längste nicht so intensiv wie zum Beispiel bei Rothen.
Es gibt noch sehr viele andere Figuren die mehr oder wenig wichtig sind zum Beispiel Harren ein andere Freund von Sonea und Ceryni, Fergun der "Erzfeind" von Dannyle und erstes Opfer von Sonea, die anderen Magier-Oberhäupter oder die Diebe etc. Aber das wäre einfach unmöglich alle  zu erklären. Deswegen habe ich mich auf die oben genannten eingeschränkt.

Die Gilde:

Die Gilde ist der Zusammenschluss der Magier in den verbündeten Ländern. Als neuer Magier steigt man als Novize in der Gilde ein. Ist die Ausbildung abgeschlossen so kann sich ein Novize für eine der drei Fachrichtungen, Kampf, Heiler und Alchemie entscheiden. 
In der Gilde herscht eine klare Rangordnung. Ganz oben steht der Hohe Lord. Dieser wird assistiert vom Administrator der Gilde. Jede Fachrichtung hat seinen eigenen Meister.

Die Diebe:

Die Diebe sind eine Untergrund-Organisation in den Hüttenvierteln. Sie regieren diese und jeder in den Hüttenvierteln hat großen Respekt vor den Dieben. Gleichzeitig beschützen diese auch die Bewohner des Viertels. Im ersten Buch  versteckt sich Sonea bei den Dieben. Dies machen die Diebe aber nicht ohne Eigennutz. Diese wollen nämlich ihre Vorteile von der Magierin ziehen.

Die Ichani:

Die Bösewichte aus dem dritten Teil. Sie sind Magier die in Sachaka leben und anders also die Magier in der Gilde verwenden diese die schwarze Magie. Aber auch dort leben sie in der Verbannung weil sie verbrechen begangen haben. Seit Akkarin einen von ihnen umgebracht hat sind diese auf Rache aus. 

Die Handlung:

Die Handlung ist einerseits sehr Linear (gerade im ersten Buch) aber es sind auch immer wieder Überraschungen dabei.
Die Geschichte beginnt mit einer "Säuberung". Diese wird von der Regierung organisiert, um das ganze angebliche Gesindel aus der Stadt wieder in die Hüttenviertel zu vertreiben. Sonea ist eigentlich klug genug sich zurück zu halten. Aber per Zufall erfährt sie, bzw sie belauscht ein paar Wachposten, wie diese eine Falle für die Rebellen aufgestellt haben. Und von genau dieser Rebellengruppe sind Harren und Ceryni die Anführer. Sie entschließt sich also die beiden zu warnen und geriet dadurch mitten in das Getümmel. Sie findet ihre Freunde schnell aber schon greifen die Magier in die Säuberung ein. Für die Magier ist das alles eine Aktion die sie schon so einige male gemacht habe. Die Rebellen und alle anderen, die der Meinung des Königs nach nicht würdig sind in der Stadt zu leben, werden heraus getrieben. Die Rebellen die dann noch protestieren wollen werden durch ein Schutzschild isoliert. Alles so wie es schon immer war und auch die Rebellen wissen genau, dass sie nichts gegen das Schild machen können und wollen einfach Frust abbauen. Daher werfen sie Steine oder andere Sachen gegen das Schild. Sonea lässt sich von der Situation mitreißen, will ihren Ärger gegen alle endlich mal raus lassen. Also nimmt sie sich einen Stein und wirft.... doch dann passiert was womit keiner, weder Magier noch Rebell oder Soldat gerechnet hat. Sonea  hatte ihre Magie benutzt. Etwas wovon sie gar nicht wusste, dass sie das kann. Doch ihre Wut hat sie entfesselt. Diese öffnete den Schild bei den unachtsamen Zauberern ein Stück und der Stein fliegt durch an den Kopf von Fergun. Große Verwirrung, auch bei Sonea, und dann plötzlich scheinen die ersten Magier zu verstehen was passiert ist. Rothen ist der erste der reagieren kann und macht Sonea unter den Rebellen aus als die Person, die den Zauber gewirkt hat. Andere Magier wollen sie dann aufhalten. Schleudern Betäubungszauber auf sie. Verfehlen sie aber, treffen aber jemand anderen und mithilfe von Harren und Ceryni flieht sie.
Ein ziemlich imposanter Auftakt und ab da an ist ihr Leben alles andere auf ruhig. Ab diesen Zeitpunkt zählt sie als wilde Magierin und wird von der Gilde gesucht.
Diese Flucht ist das große Thema des ersten Buches. Die Gilde will, nein sie muss, Sonea fangen. Sie will dabei aber nicht ihr schaden sondern ihr helfen. Man erfährt in Buch wie gefährlich eine wilde Magierin ist. Nicht zuletzt für diese Magierin selbst. Sonea und ihre Freunde denken aber, die Gilde will sich für den Steinschlag rächen und versteckt sich. Sie sucht Hilfe, bei einer Partei, bei der man lieber keine Schulden haben möchte. Den Dieben. Sie wollen Sonea verstecken aber auch gegen Leistungen dafür haben. Man erfährt viel über die Stadt, ganz besonders über die Hüttenvierteln und den geheimen Organisationen. Die Gilde wird in dem Buch aber noch nicht viel erklärt. Man merkt aber schon, dass viele Magier der Auffassung sind, dass es Magier aus den Hüttenvierteln nicht geben darf und das man mithilfe von Sonea auch dafür sorgen kann, dass das nie wieder passieren wird. Nicht zuletzt Fergun will seine Rache. Aber Rothen und Dannyle setzen sich durch, überzeugen die Gilde was für ein unglaubliches Potenzial in ihr steckt.
Es ist ein spannendes Versteckspiel und gerade der Moment an dem mann denkt sie verliert die Kontrolle ist sehr schön ausgearbeitet.
Am Ende des Buches gelingt es den beiden Sonea zu überzeugen. Dass aber nicht von ein oder zwei bösen Überraschungen die unter anderem mit Fergun und Akkarin zu tun haben.
Im nächsten Buch geht es dann um ihre Ausbildung, sie wird eine richtige Novizen, naja zumindest so gut es geht. Da sie aus den Hüttenviertel kommt, ist sie ohne irgendetwas zu machen schon direkt verachtet. Rothen hat es zwar geschafft die oberen Magier zu überzeugen sie auszubilden. Doch glücklich ist darüber niemand. So schwer sie es in der Gilde auch hat und auch so sehr ein paar andere Novizen versuchen ihr Leben schwer zu machen, so sehr beginnt sie aber auch ihr Potenzial zu entwickeln, die Vorzüge der Magie zu sehen und der Leser fängt an zu merken wie stark sie ist. In diesem Buch erfährt man auch sehr viel über die Gilde. Es wird über die Geschichte und über verbündeten Ländern oder den Krieg erzählt. Dabei hat das nichts mit einer langweiligen Geschichtsstunde gemeinsam sondern ist sehr interessant verpackt. Natürlich kann es im ganzen Buch nicht nur um ihre Probleme in der Gilde gehen und so kommt ein großer Skandal ans licht. Es wird schwarze Magie in der Gilde praktiziert. Es wird nicht direkt gesagt, was es mit der Magie auf sich hat, nur das diese einen bösen Ursprung hat. Sonea hat es per Zufall herausgefunden und wusste gar nicht was sie da entdeckt hat. Nur durch eine sogenannte Gedankenlesung von Lorlen an Sonea kommt raus was sie da gesehen hat. Ab da an versuchen Lorlen, Sonea und Rothen die schwarze Magie aus der Gilde zu bekommen. Gleichzeitig entwickelt sich eine merkwürdige Mordserie in der Stadt die auch irgendwas magisches an sich hat.
Genau diese schwarze Magie ist auch im dritten Buch das Thema. Man erfährt viel über die Herkunft dieser Magie. Desweiteren kommt auch hier eine große Bedrohung auf die Gilde  zu. Viel mehr möchte ich aber gar nicht zum Inhalt schreiben, da ich euch ja nicht zusehr spoilern möchte. Ich kann euch aber auf jeden Fall sagen, dass da sehr viel Aktion mit drin ist.

Mein Fazit:

Zu den vielen Positiven was ich über dieses Buch gelesen habe, habe ich auch einige kritische Stimmen gehört. Viele haben bemängelt, dass es dem Buch an Spannung fehlt. Dies kann ich nur zum Teil unterstützen. Ich persönlich finde auch, dass der erste Band noch sehr langsam in der Geschichte war und es mir an einigen Stellen schwer viel noch weiter zu lesen. Dies hat sich meiner Meinung nach aber schlagartig mit dem zweiten Buch gelegt. Ich habe es da sehr genossen immer mehr über die Gilde zu lesen wie da der Aufbau und die Geschichte war. Der  dritte Teil war dann mit der Jagd und der Verbannung sehr spannend. 

Ein anderer Kritikpunkt war die Namen der Bücher und das diese nicht mit dem Inhalt übereinstimmen. 

  • Die Gilde der Schwarzen Magier - dabei gibt es gar keine Gilde von schwarzen Magiern und das Thema von einer Gruppe von schwarzen Magiern kommt so richtig erst im dritten Teil vor.
  • Die Rebellin - Sonea rebelliert nicht wirklich im ersten Teil und versteckt sich eher vor der Gilde.
Da muss ich den Kritikern zustimmen. Die Titel passen echt nicht. Man sollte aber auch beachten, dass das nur die deutsch Fassung ist. Im Englischen heißt die Trilogie "The black Magician" (also der schwarze Magier) und der erste Band "The magicans guild" (die Magier Gilde). Diese beiden Titel sind sehr viel treffender. Also kann man das nur der deutschen Übersetzung anharken. 


Die einzelnen Figuren sind auch sehr schön geworden. Gerade Dannyle mochte ich sehr gerne wie er sich durch schlägt und letztendlich zu sich selber steht. Da macht es auch nichts, wenn er am Ende eher ins Abseits gerät. Ich fand Rothen und Lorlen zwischenzeitlich ein wenig zu verzweifelt und zu sehr im Selbstmitleid versunken, aber darüber sehe ich gerne hinweg. Auf den Höhepunkt zwischen Sonea und Akkarin wurde auch sehr schön hin gearbeitet und als es dann endlich soweit war, hat man sich richtig gefreut. Das Ende war dann noch mal ein ziemlicher Knaller (im Sinne von nicht so ganz leicht verdaulich) aber man  hat ja nochmal einen schönen Ausblick bekommen.

Ich versuche hier auch nochmal meine Meinung im Schulnotensystem auszudrücken:
Gesamt: 2
Handlung: 2
Personen: 2 (da mir Lorlen nicht zu 100% gefallen hat)
Spannung / Fesselnd: 3 (da das erste Buch nicht sehr fesselnd war)
Schreibstil: 2

Also ein Buch was ich absolut weiter empfehlen kann. Jetzt stehe ich nur vor dem großen Probelm. Soll ich mir die Fortsetzung holen? Ich würde es wirklich schade finden, wenn die Fortsetzung mir diese Bücher kaputt machen würde. Da muss ich nochmal drüber nachdenken. Aber wenn ich sie mir hole werde ich es sicher hier nochmal schreiben ;)

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5 Kommentare:

  1. Die Bücher habe ich mir vor ein paar Jahren als Hörbücher angehört und war sehr angetan! :-) Eigentlich wollte ich auch schon ewig mal wieder was von Trudi Canavan lesen, das fällt mir jetzt erst wieder ein... Eine schöne, ausführliche Rezension!

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  2. Vielen Dank für den Kommentar :)
    Ja ich hatte auch von Buch zu Buch mehr Spaß beim lesen.

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  3. Wenn ich deinen Buchgeschmack angucke, dann könnte es auch das Regal vom Bücherwichtel sein :)
    Canavan hat er etliche gelesen und die Reihe war sein Favorit.
    Auch Troisi hat er zwei Reihen gelesen. Jetzt fehlen von der Feuerkämpferin noch Teil 2+3.

    LG,
    Bücherfee

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    1. Hey,
      ja habe mir auch euren Blog direkt im Reader gemerkt und werde wohl ein paar mal vorbei schauen.
      Diese Reihe hat mich auch von Seite zu Seite mehr gefesselt. Was sagt der Wichtel denn zu den anderen Büchern zu Sonea? Haben die die Geschichte noch besser gemacht?

      Liebe Grüße :)

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  4. Wow, deine Rezensionen sind ja echt ausfürhlich, respekt! Ich finde es super, dass du die einzelnen CHaraktere alle nochmal vorstellst :)
    Ich hab die Reihe schon gelesen und fand sie richtig klasse. Kennst du zufällig auch was von den anderen Reihen von Trudi Canavan?

    Liebste Grüße, Krissy
    www.tausendbuecher.blogspot.de

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