Die Flüsse von London

Das Buch stand schon ziemlich lange auf meiner Wunschliste, hatte es mir aus verschiedenen Gründen aber noch nicht gekauft. Es gingen die Gerüchte um, dass jemand aus meinen Bekanntschaftskreis das Buch hat und ich mir das ausleihen kann. Leider war an diesen Gerüchten nichts wahres dran. Vor ein paar Wochen habe ich das Buch dann auf einen Flohmarkt entdeckt, der Verkäufer war ziemlich cool drauf und ich habe mir dann gleich noch zwei drei Bücher mehr von ihm geschnappt ;)
Der Grund warum das Buch auf meiner Wunschliste stand? Das lag vorallem am Cover. Aber auch die Geschichte dahinter fand ich sehr interessant.
Geschrieben wurde das Buch von Ben Aaronovitch und wird vom dtv Verlag verkauft. Das Buch ist der Auftakt zur "Rivers of London" Reihe.
Ich hatte schonmal ein kleines Zwischenfazit zum Buch geschrieben welches ihr hier lesen könnt.


Zusammenfassung:

Peter Grant ist frischgebackener Police Constable in London. Eines Nachts wird er nach Covent Garden zum Tatort eines grausigen Mordes beordert. Dort begegnet er einem Geist, der behauptet, Zeuge des Mordes gewesen zu sein. Peters Hang zum Magischen und seine Begegnung mit dem Übernatürlichen ruft den letzten Zauberer Englands auf den Plan: seinen Vorgesetzten, Polizeiinspektor Thomas Nightingale. Der führt Peter in die Grundlagen der Magie ein. Ab jetzt wird Peters Leben um einiges komplizierter.
Quelle

Die Welt:

London wie es leibt und lebt, oder auch spuckt. Das Buch wirft ein völlig neues Licht auf die Metropole von Großbritanien. Im ganzen Buch erfährt man sehr viel über die Stadt und auch über die Geschichte von London. Natürlich ist in der Geschichte natürlich die MET (Metropolitan Police Service) mit der Peters geschichte beginnt.
Hier gibt es aber nicht nur die ganz normalen Bewohner von London, sondern auch die, die den meisten Bewohnen verschlossen bleiben bzw. ihre wahre Identität verbergen. Das geht von Geistern zu Vampieren bis hin zu den Flussgötern persönlich. London wird zu einen magischen Ort, der nicht nur einmal an die Welt von Harry Potter erinnert.
Ich finde, dass die Welt eine schöne Mischung aus dem "echten" London und der fantastischen Welt darstellt.

Personen und Gruppen:

Peter Grant:

Peter Grant ist ein junger Polizist in London. Fast hätte er in die CPU der MET wechseln sollen, wenn da nicht auf einmal ein Geist vor seiner Nase auftaucht. Er vermutet erst, dass es tierisches Glück für ihn ist, da die CPU absolut nicht das Ziel seiner Träume ist. Er kommt in eine Spezialgruppe der MET und macht quasi eine Umschulung zum Polizei-Magier. Von da an beginnt seine spannende Reise durch die fantastische Welt von London. Er erlernt seine erste Zauber und tritt unter die Fittiche von Nightingale.
Er ist eindeutig nicht der typische Art von Held. Er ist ab und zu verträumt und lässt sich auch recht leicht ablenken. Trotzdem muss man sagen, dass er sich im laufe des Buches recht mausert und dabei hilft ihm unter anderem sein helles Köpfchen und seine neugierde.
Zwar reist er selber nicht oft große Sprüche, aber die Unterhaltungen mit den anderen Charakternen enthalten doch sehr viele lustige Szenen.
Ein durchweg sympatischer Kerl mit dem ich mich gut identifizieren konnte.

Thomas Nightingale:

Nightingale, der große Lehrmeister von Peter. Es ist ein sehr interessantes Verhältnis zwischen ihm und Peter, teilweise das klassische Vorgesetzten - Untergebenen Verhältnis (wie bei dem DVD-Abend) aber trotzdem freundschaftlich und hilfsbereit.
Zu Nightingale ansich, er ist ein wenig in der Vergangenheit stehen geblieben, das ist aber kein Wunder bei seinem Alter). Von den ganzen Technikkram versteht er recht wenig, trotzdem kann er die Wichtigkeit dieser Dinge für Peter und den Fall verstehen und akzeptieren.
Er möchte Peter beschützen und ihn langsam an die Magie ran führen. Aber durch Peters neugierde ergibt das eine interessante Mischung.
Er hat eine sehr trockene Art und Weise, ist dabei aber trotzdem sehr lustig. Allgemein entspricht er sehr diesem britischen Bild von Personen (wenn man mal die Magie weg nimmt).

Lesley May:

Die Musterschülerin, die aber sehr viel leiden muss. Sie und Peter kennen sich schon sehr lange und haben schon einiges zusammen durchgestanden. Dabei hat sich auch relativ schnell herausgestellt wer die härtere Polizisten ist. Während Peter fasst bei der CPU landet, erhält sie direkt die große Chance bei der Mordkommission. Und trotzdem ist es sie, die am Ende oft die Büroarbeit machen kann und oft in mitleidenschaft gezogen wird und man merkt schon das sie das wurmt.
Sie will die ganze Geschichte mit Peter erst gar nicht glauben, hiflt ihn aber trotzdem. Allgmeine haben die beiden ein sehr inniges Verhältnis und man fragt sich schon recht oft "wann fangen die beiden endlich was miteinander an".
Das sie am Ende das größte Opfer im Fall ist und gerettet werden muss habe ich am Anfang nicht erwartet. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung und bin gespannt wie sich die beiden dann zusammen verhalten.

Beverley Brook und die anderen Flußgötter:

Mama Themsegöttin, Vater Themsegott, Tochter und Söhne. Ja Flußgötter gibt es einige in diesem Buch und man erfährt längst nicht von allen etwas. Sie alle repräsentieren einen Fluß in London. Die wichtigsten sind dabei natürlich Mama und Vater Themse, die sich aber nicht wirklich verstehen. Das ergibt eine schönen Nebengeschichte im Buch in dem Peter auch auf Beverley Brook trifft, eine Tochter von Mama Themse.
Beverley hilft Peter auch beim "eigentlichen" Fall und will Peter sehr gerne um den Finger wickeln. Peter wird auch einige male schwach und wird dann immer noch knapp abgehalten. Es wäre sicher interessant gewesen wie sich eine Beziehung zwischen den zwei entwickelt hätte.
Aber auch so war das ständige knistern zwischen den beiden spannend zu lesen.


Mein Fazit:

Einfach nur ein wunderschönes Buch. Ich war nach dem lesen richtig traurig, dass es vorbei war (Gott sei dank gibt es noch ein paar mehr Bücher dazu). Die Mischung aus Krimi und Fantasy fand ich sehr gelungen. Peter stellt dabei ein wenig eine Mischung aus Sherlock Holmes und Harry Potter da, aber nicht ohne eine Prise einer eigene Persönlichkeit. Zudem kommt dann natürlich noch diese platte und schwarze Art von Humor, die ich wirklich liebe. Allein bei folgenden Zitaten habe ich mich gekugelt vor lachen:



"Ich will mich nur kurz mit dem Troll da unterhalten", erkärte Nightingale. 

"Sir" sagte ich, "für diese Leute müssen wir die politisch korrekte Bezeichnung benutzen, sie lautet Wohnsitzlose." 
"Für den hier nicht", erwiederte Nightingale. "Der ist ein Troll."

oder auch

"Wenn Sie es übertreiben, hat das Konsequenzen" 
Das klang gar nicht gut, daher fragte ich: "Welche Art von Konsequenzen?" 
"Hirnschlag, Herzanfall, Aneurysma..." 
"Und wie merke ich, dass ich es übertrieben habe?" 
"Wenn Sie einen Hirnschlag, Herzanfall oder ein Aneurysma bekommen" antwortete Nightingale.

Es ist klar zu erkennen, welcher der beiden Fälle von Peter die Hauptgeschichte ist, aber auch die Sidestory mit den Themsegöttern ist schön ausgebaut und es gibt einige interessante Infos. Die beiden Fälle wurde am Ende auch noch ein wenig mehr verzweigt, blieben aber trotzdem allein stehend.
Das Ende fand ich dann sogar ein wenig traurig, aber ich glaube und hoffe, dass wir nicht das letzte mal etwas mit Beverley zu tun hatten.
Das lesen hat mir richtig Spaß gemacht und ich kann alle Krimefans oder Fantasyfans nur sagen. Das Buch lohnt sich!
Story-Idee Eine Mischung aus Fantasy und Krimi, aber auch mit Humor. Ich fand die Geschichte gut, auch wenn die beiden Fälle nun auch keine direkten Verbindung hatten.
Personen Alle Personen waren ausgesprochen gut ausgearbeitet und hatten ihren eigenen Charakter. Auch die Nebenfiguren haben mir sehr gefallen.
Spannung / Fesselnd Ich konnte das Buch kaum weg legen. Hätte sogar ein paar mal beinahe meine Haltestelle deswegen verpasst :D
Schreibstil Sehr schön und flüssig zu lesen. Auch sind mir keine wirklichen Übersetzungsfehler oder ähnliches aufgefallen.

Als Gesamtnote kann das dann natürlich auch nur eine volle Punktzahl ergeben.

Challanges

Harry Potter Challenge:
Avada Kedavra Zauberspruch für den Todesfluch Lese ein Buch in dem es um den Tod geht!
Ich glaube ich brauche keine Große Begründung schreiben warum der Spruch passt. In dem Buch dreht sich quasi alles um den Tod.

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2 Kommentare:

  1. Das Buch steht ganz hoch im Kurs auf meiner Einkaufsliste!
    Allerdings werde ich es mir auf englisch holen!
    Allein schon wegen dem Humor, der im Original noch besser rüberkommen soll :D

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    1. Ja es lohnt sich wirklich.
      Ich mag so einen Humor aber tatsächlich lieber auf Deutsch, ist aber nur eine persönliche Meinung :D

      Auf jeden Fall sehr viel Spaß beim lesen :)

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