Der Triumph der Zwerge

Oh wie lange habe ich nur auf dieses Buch gewartet, gewartet wieder im geborgenen Land und an der Seite unserer kleinen, dickköpfigen Freunde zu kämpfen. Markus Heitz ist ja bekanntlich einer meiner Lieblingsautoren und mit dem Triumph der Zwerge hat er eine Buchreihe weiter geführt die mich erst so richtig zum lesen brachte.
Da ist es natürlich nicht verwunderlich, dass ich mir auch diesen Teil direkt gekauft und durchgelesen habe.

Hier könnt ihr euch nochmal die Seite von Markus Heitz ansehen. Der neue Band der Serie ist im Piper Verlag erschienen.
Nun aber zu meiner Rezension:


Zusammenfassung:

Der Krieg um das Geborgene Land scheint vorüber. Frieden kehrt ein und die Völker festigen ihre Freundschaft, um geeint jeder Gefahr zu trotzen. Doch die Elben schmieden in ihren alten Reichen einen bedrohlichen Bund. Und im Grauen Gebirge wird ein Menschenkind aus dem Jenseitigen Land gefunden, das die Sprache der Albae spricht. Auf wundersame Weise gewinnt das Mädchen die Gunst vieler Bewohner des Geborgenen Landes, während die Zwerge dem Neuankömmling misstrauisch gegenüberstehen. Als ein übermächtiger Feind im Gebirge gesichtet wird, stellt sich heraus, dass das Mädchen ein Geheimnis hat, das die Zukunft des Volkes der Zwerge verändern wird. Wird eine letzte Schlacht geschlagen werden müssen? Und handelt es sich bei dem zurückgekehrten Tungdil tatsächlich um den legendären Helden der Axtschwinger? ... Der heiß ersehnte neue Band der Bestsellerserie um »Die Zwerge«.
Quelle

Die Welt:

Die Geschichte spielt in und um das Geborgene Land. Nachdem das Land lange von den verschiedensten Kreaturen die man sich vorstellen kann gebeutelt wurde, herrscht nun seit einer Ewigkeit wieder Frieden zwischen Menschen, Zwerge und sogar den Elben. Die letzten Orks sind vertrieben und es existieren fast keine Schwarzaugen mehr.
Und zu all dem Glück kommt auch noch, dass es Gerüchte darüber gibt, das der größte Held des Landes, Tungdil Goldhand, noch lebt.

Aber so schön die ganze Stimmung gerade auch ist weiß man bei Heitz auch immer, das da noch was im Busch ist.
Nicht nur das die Elben nicht wollen, das die Zwerge ihren Helden suchen, sie scheinen auch noch im geheimen einen anderen Plan zu verfolgen.
Und dann ist da auch noch dieses kleine, geheimnisvolle Mädchen welches Alleine in einem verlassenen Dorf gefunden wurde und nur albisch sprach. Oder der neu auftauchende Gegner der die Festung im grauen Gebirge belagert.

Also doch nicht alles so rosarot und fröhlich. Aber die Zwerge wären nicht sie selbst wenn sie das geborgene Land nicht schützen würden.

Personen und Gruppen:

Tungdil Goldhand:

Tungdil wie er leibt und "wieder" lebt. Ich hatte ihn echt vermisst und fast schon gedacht, dass er in diesem Buch gar nicht auftaucht. Ich wurde aber schnell eines besseren belehrt.
In diesem Buch tritt er dann wirklich mal wieder richtig als Gelehrter auf. Eigentlich will er gar nicht mehr Kämpfen und seine meisten Schlachten gewinnt er aber mit seinem Verstand. Aber immer bleibt es ihn halt auch nicht erspart und in den paar Stellen im Buch zeigt er auch, dass er noch einiges drauf hat.
Er ist ein ruhiger und besonnener Zwerg der versucht es möglichst vielen gerecht zu machen. Während der meisten Zeit auf seiner Mission im jenseitigen Land klammert er sich an die Hoffung wieder mit seiner großen Liebe zusammen zu kommen und tut alles dafür seine Ehre und ihr Vertrauen wieder her zu stellen. Das gibt den ganzen Gelehrten- und Krieger-Dasein noch einen traurigen Aspekt ohne aber zu übertreiben. Er zeigt, dass er eben nicht der typische Anführer ist und trotzdem eine Führung übernimmt.

Boïndil "Ingrimmisch" Zweiklinge:

Boïndil ist tatsächlich der Großkönig der Zwerge und so tut er sein bestes um über die seinen zu herschen. Das ihm das aber nicht wirklich liegt weiß er selbst und es scheint auch deutlich durch. Er ist halt ein Krieger mit seinem brodelnden Blut.
Um seinen Freund zurück zu holen setzt er alle Hebel in bewegung und auch wenn er sich nicht von Anfang an sicher ist, ob es der echte Tungdil ist, hilft er ihm trotzdem so gut er es kann.
Leider kann er ihn nicht begleiten sondern muss seine Aufgaben als Herscher nachkommen. Das ärgert nicht nur ihn sondern auch mich als Leser, da ein Ingrimmisch auf Abenteuer einfach total viel Spaß macht. Es ist aber auch eine logische Handlung und deshalb kann ich es gut verkraften.
Als es dann am Ende doch nochmal zu einem Kampf kommt, kommt auch wieder der alte Ingrimmisch zum vorschein und stürmt mit seiem "Oink oink!" auf die Orks zu.

Die Rettungstruppe (Hargorin Todbringer, Gosalyn Bergsturz, Beligata Hartschlag, Carmondai):

Also erstmal, ja ich weiß das es nicht alle Zwerge des ersten Rettungstrupps sind. Ein Belogar Streithammer gehört unter anderem natürlich auch dazu, aber die anderen waren alle eher recht kurz dabei und diese hier Stellen (inkl. Tungdil) den Kern der Truppe da.
Es ist auf jeden Fall eine kurios zusammen gestellt Gruppe. Während die ersten drei schon bei der Rettungs Tungdil dabei waren kam Carmondai erst später dazu.

Hargorin Todbringer:
Der König der Dritten, ähnlich wie bei Ingrimmisch ist er auch nicht gerne der König sondern eigentlich der Kämpfer. Er ist ein knallharter und im vergleich zu anderen riesiger Zwerg. Man kennt ihn bereits aus dem letzten Buch als er erst noch im Dienste der Albae war und das aber eigentlich ein Trick war um diese zu bekämpfen. Hier tritt er jetzt "komplett" auf den Seiten der Zwerge auf. Er glaubt ab den ersten Moment, dass Tungdil noch lebt und gibt für seine Rettung sogar ein Bein her.

Gosalyn Bergsturz:
Die Zwergin der fünften ist ohne frage eine gute Kämpferin, aber sie scheint auch die größte Memme in der Gruppe zu sein. Sie verliert gleich zu Anfang mit Belogar einen guten Freund und Vertrauten, in folge dessen fiel sie mir aber oft sehr negativ auf.

Beligata Hartschlag:
Sie war mal Mitglied der Dritten, was dann passiert ist erfährt man erst ziemlich spät im Buch und die Überraschungen will ich euch auch nicht nehmen. Am Anfang erscheint sie einen auf jeden Fall sehr Feindselig und auch in vielen Teilen "böse". Das ändert sich zwar nicht wirklich, aber man bekommt auch andere Seiten von ihr zu gesicht. Die wissbegierige Taktikerin die es nicht nur versteht die Waffe zu schwingen sondern auch einen Angriff zu planen. Auf jeden Fall ein interessanter Charakter.

Carmonai:
Der Geschichtenerzähler ist auf jeden Fall der ungewöhnlichste in der Gruppe. Denn er ist ein Albae, der letzte der offiziel im geborgen Land ist. In der Geschichte wird er an einer Stelle ausgetrickst, sodass er von den Menschen verfolgt wird. So macht er das womit keine rechnet und geht zu den Zwergen. Dort hilft er, natürlich nicht uneigennützig, Tungdil und den anderen die Bedrohung zu besiegen. Er ist ein alter Albea den man aber nicht unterschätzen sollte. Außerdem sieht er es als seine Bestimmung alles niederzuschreiben was sich ereignet.

Die Elben:

Sie sind wieder richtig da im geborgenen Land und das sogar in massen. Es sind so viele, dass es die Zwege schon sehr verdächtig finden. Das die Elben einen Allherscher aufgestellt haben macht die ganze Sache natürlich nicht einfacher.
Man bekommt im Buch einige Elben zu Gesicht aber viele verschwinden auch wieder. Bei einigen stellt sich heraus, dass sie in Wirklichkeit Albae sind und andere drehen komplett durch beim versuch die Albae in den eigenen Reihen zu finden.
Allgemein sind aber Elben, Albea und auch die Menschen nur Nebenfiguren im Gefüge der Geschichte.

Die Menschen:

Wie gerade schon erwähnt sind auch die Menschen in dieser Geschichte eher Nebenfiguren und dies ist laut Markus Heitz auch so gewollt. Schließlich heißt das Buch der Triumph der Zwerge und nicht der Menschen und anderen Volksgruppen :D
Trotzdem war es lustig den Gauklar und Theaterspieler schlecht hin, Rondario, als Kaiser aller Menschen zu sehen. Allgemein werden die Menschen (und auch die Elben) alle von dem kleinen Mädchen beeinflusst, so dass sie diese um alles in der Welt verteidigen.

Botoiker und Ghaists:

Das sind die großen Gegner der Zwerge in diesem Band. Neben all dem Geplänke mit Elben und Menschen geht es darum den Botoiker, der versucht alle zu unterwerfen zu besiegen.
Viel ist von diesen nicht bekannt, außer das sie aus dem jenseitigen Land kommen und die Gedanken von Lebewesen (außer die der Starköpfigen Zwerge) beeinflussen können. So chart er sich Herrscharen von Lebewesen um sich und stürmt gegen die Zwergenfestung der Fünften.
Der Ghaist scheint dabei seine stärkste Waffe zu sein, die alles was sich ihm in den Weg stellt zu Brei schlägt.
Was dabei alles passiert möchte ich hier noch nicht verraten.


Mein Fazit:

Ich habe lange auf dieses Buch gewartet und in vielen Dingen hat es auch meine Erwartungen erfüllt. Es war schön wieder in dieses Welt einzutauchen und die Geschichten mit zu erleben. Es gab auch einige Überraschungen im Buch (zum Beispiel die Heilung von Tungdil).
Die Art der Zwerge wie sie von Markus Heitz dargestellt werden gefällt mir sehr. Genau die kleinen Dickköpfigen Charakter die ich liebe. Im großen und ganzen ist die Geschichte auch sehr gut gelungen, es gab zwar in diesem Buch nicht so die epischen Schlachten wie in den Teilen davor, dafür überzeugten die Zwerge dieses mal, das sie auch mit List und Tricks einen Kampf für sich entscheiden können.
Am Ende des Buches war ich doch sehr traurig, ich hätte Tungdil seine zweite Chance und sein Glück gegönnt. Leider fand Heitz das wohl nicht und so ist er der einsame Gelehrte. Ich bin aber mal gespannt was da noch kommen wird und ob das wirklich so bleibt. Markus Heitz hat dieses mal extra nicht angekündigt das ist der letzte Band der Reihe ist und so bleibt die Hoffnung, das sich der Gelehrte doch nochmal was einfallen lässt.
Störend im Buch fand ich die doch recht häufigen Rechtschreibfehler. Manchmal wurden auch einfach Buchstaben vertauscht und aus einem "wir" wurde ein "mir" oder so etwas. Es hat den Lesefluss an einigen Stellen ein wenig gestört. Dafür waren die kleinen Zwischentexte zwischen den Kapiteln doch recht lustig (wie zum Beispiel: "Ein Zwerg der mit Schwertern kämpft mag auch verdünntes Bier").
Zwischendurch kam es mir beim lesen so vor, als ob ich ein Buch von George RR Martin lese, da starte dann gerade mal eine Mission und schon wird die Gruppe dezimiert :D
Es ist auf jeden Fall ein Buch welches ich weiter empfehlen würde. Aber man muss einfach die komplette Reihe lesen. Die Albae-Bücher habe ich selber leider noch nicht gelesen. Ich denke aber, dass mit diesem Büchern die Geschichte noch besser gewesen wäre.
Ich habe in einen anderen Blog eine kleine, recht interessante Einschätzung zu der Stimmung im Buch gesehen die ich hier auch teilen möchte:
Düstererer Zwerge-Roman - keine glorreichen Schlachten

Die Zeit des Kämpfens sollte ja ohnehin vorbei sein, aber natürlich kommt es doch zu Gefechten. Diese sind aber eher kurze Actionsequenzen und im Hintergrund. In diesem Roman gibt es nicht den einen großen, klaren und bösen Feind, den es in offener Schlacht zu besiegen gilt. Vielmehr gibt es Zweifel über die Pläne der eigenen Verbündeten, politische Spiele und Intrigen. Selbst der "Oberschurke" ist im Grunde nicht Böse,

Große Belagerungsschlachten gibt es gegen die Massenheere der Botoiker - aber diese Bedrohung ist zwar einerseits direkt, andererseits auch sehr weit weg. Es gibt im Endeffekt keine Scheusale, die es zu besiegen gilt. Das alles macht den Roman relativ düster.

Kämpfe sind zudem schnell abgehandelt: Schnell und brutal sterben auch etablierte Figuren mit einem einzigen, gezielten Hieb. Das hat durchaus einen Schock-Effekt, ist aber logisch komplett nachzuvollziehen.

Auch sollte dies nicht so klingen, als sei dies ein Intrigenroman durch und durch: Die Handlung ist sehr aktiv und zügig. Vor allem die Zwerge bewegen ständig etwas - Informationen sind nie Selbstzweck, sondern werden angenehm nebenbei vergeben.
Quelle - Grimoires

Story-Idee Das Geborgene Land und ein scheinbar übermächtiger Gegner, nichts neues aber interessant durchdacht.
Personen Ich liebe dich Zwerge und da sich dieses Buch fast ausschließlich um sie dreht, kann ich da nur den Daumen hoch geben.
Spannung / Fesselnd Wie gesagt die Idee war nichts neues aber trotzdem wurde das ganze gut umgesetzt und mit einigen Überraschungen versehen.
Schreibstil Ansich schreibt Markus Heitz sehr schön und flüssig. Aber die doch hohe Anzahl an Schreibfehler spiegelt sich hier in den Noten wieder

Zwar brilliert der Triumph der Zwerge nicht so wie seine Vorgänger, es ist aber trotzdem ein gutes Buch. Demzufolge ergibt sich als Gesamtnote folgendes:

Challanges

Harry Potter Challenge:
Portus Zauberspruch, um einen Gegenstand zu einem Portschlüssel zu machen Diesen Zauberspruch solltest du dir gut einprägen, denn nun musst du ein Buch lesen, dessen Ort/Welt nicht in der Wirklichkeit zu finden ist, also ran an den Zauberstab!
auch wenn es schön wäre im geborgen Land rum zu laufen, leider aber existiert es nicht wirklich

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